21.06.2026

Volleyball, Freundschaft und internationale Begegnungen
Ein ganzes Wochenende stand die Sporthalle in Zell-Weierbach im Zeichen des Volleyballs. Mit dem Monis Rebland Cup 2026 veranstaltete die VSG Rebland erstmals ein komplettes Turnierwochenende unter diesem Namen und durfte zahlreiche Mannschaften aus der Region sowie besondere Gäste aus Italien begrüßen.
Den Auftakt bildete am Samstag das Mixed-Turnier mit zwölf Mannschaften. Am Sonntag folgte das Damen-Turnier mit insgesamt 16 Teams aus Südbaden und dem benachbarten Ausland. In zahlreichen spannenden Spielen standen sportlicher Ehrgeiz, Fair Play und die Freude am Volleyball im Mittelpunkt.
Der Monis Rebland Cup knüpft dabei an die Turniere des Vorjahres an. Bereits 2025 hatte die VSG Rebland erfolgreich ein Mixed-, ein Jugend- und ein Damen-Turnier ausgerichtet. Diese Veranstaltungen fanden damals noch getrennt voneinander statt. Mit dem Turnierwochenende 2026 wurden die verschiedenen Formate erstmals unter dem gemeinsamen Namen „Monis Rebland Cup“ zusammengeführt.
Das Teilnehmerfeld spiegelte die Vielfalt des Turniers eindrucksvoll
wider. Neben Mannschaften aus der Ortenau und dem südbadischen Raum
reisten Teams aus Stuttgart sowie Gäste aus Italien an. Zwischen
klassischen Vereinsmannschaften und kreativ benannten Teams wie den
„Hoemies“, „Dudman“ oder den „Slaughterers“ entstand eine bunte
Mischung, die den besonderen Charakter des Wochenendes ausmachte.
Ein besonderes Highlight war die Teilnahme der Maremola Volleys aus
Pietra Ligure, der italienischen Partnerstadt von Offenburg.
Ursprünglich nur für das Damen-Turnier gemeldet, entschieden sich die
Italienerinnen kurzfristig, auch am Mixed-Turnier teilzunehmen. Dadurch
ergaben sich über das gesamte Wochenende zahlreiche Begegnungen zwischen
den Mannschaften beider Länder.



Auch sportlich hinterließen die Gäste aus Italien einen bleibenden Eindruck. Mit dem dritten Platz beim Damen-Turnier gelang den Maremola Volleys ein hervorragendes Ergebnis. Was die Mannschaft jedoch besonders auszeichnete, war ihre außergewöhnlich herzliche und sympathische Art. Die Delegation aus Pietra Ligure brachte eine ansteckende Lebensfreude mit nach Zell-Weierbach und sorgte vom ersten Moment an für eine besondere Atmosphäre. Viele Spielerinnen und Verantwortliche betonten nach dem Turnier, wie wohl sie sich bei der VSG Rebland gefühlt hätten. Umgekehrt waren sich auch viele Mitglieder der VSG Rebland einig: So sympathische Gäste machen es ausgesprochen leicht, ein guter Gastgeber zu sein.
Im Mixed-Turnier setzte sich am Ende Reiskorn vor dem VBV Bohlsbach und den KiLas durch. Die VSG Rebland Mixed belegte Platz fünf, die VSG Rebland Jungs U18 erreichten Rang sechs und ließen dabei mehrere erfahrene Mannschaften hinter sich. Nicht unerwähnt bleiben soll ein ungenannter Außenangreifer der VSG Rebland Jungs, der im Spiel um Platz fünf einen Angriff derart perfekt traf, dass er neben dem gegnerischen Feld auch seinen eigenen Trainer erwischte. Dieser spielte an diesem Tag auf der Gegenseite mit und machte nach dem Volltreffer kurzzeitig Bekanntschaft mit dem Hallenboden. Ob der Angreifer damit lediglich den Punkt sichern oder seinem Trainer unmissverständlich seine gute Form demonstrieren wollte, konnte nach dem Spiel nicht abschließend geklärt werden.


Für die wohl größte Überraschung des Wochenendes sorgte das Team „Monis Mütter“. Die Mannschaft aus Müttern, Trainerinnen und Freundinnen der VSG-Rebland-Familie trat ohne feste gemeinsame Spielpraxis an. Einige Spielerinnen stehen nicht mehr aktiv im Spielbetrieb, andere spielen nur gelegentlich zusammen. Umso bemerkenswerter war ihr Auftritt: Mit großem Einsatz, viel Spielfreude und einer starken Teamleistung kämpften sich die „Monis Mütter“ durch das Turnier und sicherten sich am Ende völlig überraschend den Turniersieg vor dem TV Merdingen 2 und den Maremola Volleys – eine der schönsten Geschichten des gesamten Wochenendes.
Die Gegnerinnen mussten im Laufe des Tages außerdem Bekanntschaft mit einer ganz besonderen Waffe der „Monis Mütter“ machen: einer linken Klebe, deren druckvolle und erstaunlich präzise Aufschläge regelmäßig den Weg auf den Hallenboden fanden. Während die eigenen Mitspielerinnen jubelten, sollen einige Annahmespielerinnen noch immer nach der Flugkurve dieser Bälle suchen.
Was als sportlicher Austausch begann, entwickelte sich schnell zu etwas Größerem. Spielerinnen, Spieler, Trainer und Betreuer verbrachten viel Zeit miteinander, unterstützten sich gegenseitig und knüpften neue Freundschaften. Immer wieder war zu hören, wie herzlich die Atmosphäre wahrgenommen wurde und wie willkommen sich die Gäste fühlten.
Auch nach Turnierende rissen die positiven Rückmeldungen nicht ab. Von vielen Mannschaften kamen Nachrichten mit Lob für die Organisation, die familiäre Atmosphäre, die Verpflegung und den reibungslosen Ablauf. Besonders häufig wurde hervorgehoben, dass der Monis Rebland Cup trotz seiner Größe seinen persönlichen Charakter bewahrt habe.
Für die VSG Rebland war dies die schönste Bestätigung für die Arbeit der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die das gesamte Wochenende ermöglichten. Von der Turnierleitung über die Schiedsgerichte bis hin zur Kuchentheke und dem Catering waren zahlreiche Vereinsmitglieder im Einsatz.
Die Begegnung mit den Maremola Volleys verlieh dem Wochenende eine besondere emotionale Note. Im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Offenburg und Pietra Ligure wurde deutlich, wie Sport Menschen zusammenbringen kann. Sprachbarrieren spielten schnell keine Rolle mehr. Auf und neben dem Spielfeld entstanden Kontakte, die weit über das eigentliche Turnier hinausreichen dürften.
So bleibt der Monis Rebland Cup 2026 nicht nur wegen vieler spannender Spiele, überraschender Ergebnisse und besonderer Geschichten in Erinnerung, sondern vor allem wegen der Menschen, die ihn geprägt haben. Zwischen Mannschaften aus Südbaden, Stuttgart und Italien entstand an diesem Wochenende etwas, das weit über Tabellen und Platzierungen hinausgeht: echte Begeisterung für den Volleyball und neue Freundschaften über Ländergrenzen hinweg.